NEU: Brauchbar - 9 - Wer zahlt den wahren Preis - Jil Holtbernd
Shownotes
Zu Gast in der BrauchBar ist heute Jil C. Holtbernd von FEMNET e. V., einer Organisation, die sich für die Rechte von Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie einsetzt. Sie berichtet, wie sich die EU-Textilstrategie und Kreislaufwirtschaft aus menschenrechtlicher und feministischer Perspektive lesen lassen und welche Erwartungen FEMNET an Transparenz, Lieferkettenverantwortung und gerechte Produktionsbedingungen hat. Im Fokus stehen die Lebensrealität von Arbeiter*innen in Produktionsländern wie Bangladesch, Indien oder Kambodscha sowie die Frage, wie ökologische und soziale Gerechtigkeit zusammengedacht werden können.
Die Podcast-Reihe ist Teil des Projekts „Gemeinsam auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft – Die EU-Textilstrategie und die gemeinnützige Kleiderspende" des Dachverband FairWertung e.V. Gefördert wird das Projekt durch das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).
In der BrauchBar empfangen Moderator Tobias Häusler (bekannt aus dem WDR Fernsehen und WDR 2) und Thomas Ahlmann, Geschäftsführer von FairWertung, in jeder Folge einen Gast zu einem Thema aus dem Gebiet der Mode und der Textilien. In entspannter Talkatmosphäre liegt der Fokus vor allem auf nachhaltigen Themen im Zusammenhang mit unserem Kleidungskonsum und der Entsorgung ebendieser.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Diese Podcast-Reihe ist Teil des Projekts gemeinsam auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft.
00:00:06: Die EU-Textilstrategie und die gemeinnützige Kleiderspende, das Dachverband Fairwertung eV.
00:00:12: Das Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt sowie das Bundesministerium für Umwelt-, Klimaschutz-, Naturschutz- und nukleare Sicherheit.
00:00:19: Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.
00:00:24: Willkommen in der Brauchbar!
00:00:27: Der Podcast von fairwertung dem Dachverband der gemeinnützigen Altkleidersammler und mit Tobias Häusler.
00:00:40: Hallo, herzlich willkommen gerade dir!
00:00:42: Ganz persönlich.
00:00:43: die brauchbar hat wieder geöffnet.
00:00:46: es gibt neue Speisen auf der Karte aber an der Theke sitzen wieder die ja bekannten Gesichter.
00:00:51: das Thema bleibt eines der wichtigsten.
00:00:53: überhaupt ist es unsere Kleidung und zwar zu jedem Zeitpunkt an dem wir sie nicht tragen also von den Rohstoffen zu den Fabriken, zur Lieferung hierher in den Verkauf oder auch direkt nach Hause.
00:01:07: Und nach dem Tragen ja das Aussortieren wie geht es dann weiter?
00:01:10: im besten Fall der Weg zurück zum neuen Faser zum neuen Kleidungsstück?
00:01:14: Das wäre dann der angestrebte Kreislauf!
00:01:17: fast zu schön, um wahrzusein.
00:01:20: Und das sagt man über meinen Kommoderator.
00:01:22: ja auch Thomas Allmann ist dabei.
00:01:23: Hallo Thomas!
00:01:24: Ja hallo Tobias freut mich!
00:01:25: Thomas ist der Geschäftsführer des Dachverband Verwertung also eine starke Stimme auch in vielen Gremien wenn es um die gemeinnützige Sammlungen von Altkleidern geht und wir haben einen fantastischen Gast der eine wichtige Lücke schließen wird In dieser ganzen Reihe.
00:01:39: Wir sprechen ja breit über CO-Zwei Wir sprechen über Rohstoffe Wir sprechen immer Qualität.
00:01:45: Sie bringt die soziale Perspektive ein.
00:01:48: Es geht um Menschenrechte, es geht um Frauenrechte und Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern.
00:01:53: Unser Gast ist von der Organisation Femnet
00:01:56: Jill
00:01:57: Holtberndt.
00:01:57: Hallo Jill!
00:01:58: Hallo Jill.
00:01:59: Hallo schön bei euch zu sein.
00:02:01: Es tut sich was in der EU ne?
00:02:02: Diese EU Textilstrategie.
00:02:05: Strategie klingt erst mal gut.
00:02:06: Vierundzwanzig Einzelmaßnahmen.
00:02:08: Was müssen wir wissen über diese Textilstrategie der EU?
00:02:12: Ja, das ist eine ganz umfassende Strategie.
00:02:14: Tatsächlich bis zum Jahr zwei Tausend Dreißig möchte die EU-Kommission fast fäschen und wir sprechen bestimmt noch darüber was es denn genau bedeutet.
00:02:22: aber sozusagen für unmöglichen Textilien sollen zukünftig langlebiger sein sie sollen reparierbar sein und sie sollen auch recycelingfähig sein.
00:02:32: Und all das ist ja in fünfundzwanzig Maßnahmen jetzt erstmal gegossen und wir schauen, was dabei rauskommt.
00:02:39: Wie
00:02:39: hat denn die EU überhaupt diesen Einfluss?
00:02:41: Das sind ein globaler Markt!
00:02:43: Also die EU ist tatsächlich die Ebene, die das regeln muss, denn wir haben einen gemeinsamen Markt und wie wir wissen – und Jill kann da bestimmt ganz viel zu sagen… Die allermeiste Bekleidung, die wir tragen und nutzen, Schuhe ja auch kommt eben gar nicht aus der EU bzw.
00:02:59: wird dort nicht produziert.
00:03:02: Diese Vorgaben macht dann eben die Europäische Union für den Markt Europa.
00:03:09: Diese siebzehn Nachhaltigkeitsziele, um noch eine Zahl zu nennen der Vereinten Nationen die werden schnell aufs Ökologische reduziert.
00:03:16: Dabei sind die meisten dieser Ziele ja gar keine Umweltziele also keine Armut ist so ein Ziel.
00:03:22: Gesundheit und Wohlergehen hochwertige Bildung Geschlechtergleichheit alles deine Themen Jill Menschenwürdiger Arbeit weniger Ungleichheiten das sind alles einzelne dieser siebzen Ziele Die viele nicht kennen.
00:03:33: und da kommt Femnet.
00:03:34: was ist Femmet?
00:03:36: Wir sind eine im Jahr, in dem sie im Jahr zwei Tausend Sieben gegründete Frauenrechtsorganisationen, wir sind gemeinnützig organisiert und wir engagieren uns mit ganz viel politischem Engagement.
00:03:46: Mit Kampagnenarbeit, Bildungsarbeit, Aufklärungsarbeit für faire Arbeitsbedingungen in Textillieferketten.
00:03:57: Ja, das klingt sehr ambitioniert.
00:03:59: Wir agieren hier in Deutschland wir sind natürlich aber auch im Ausland tätig beziehungsweise arbeiten da mit Gewerkschaften beispielsweise in Indien und Bangladesch zusammen und versuchen gemeinsam uns ja stark zu machen für ein gerechtes globales Miteinander in der Textil- und Bekleidungsindustrie.
00:04:17: Warum ist Jill für euch?
00:04:19: Ihr Thomas ladet die Gäste ja einen genau der richtige Gast zur richtigen Zeit hier in der Brauchbar.
00:04:24: Ich glaube, wir teilen durchaus Ziele und auch ein Blickwinkel mit Femnet.
00:04:30: Zum einen die Arbeit von Femnett ist beeindruckend weil sie tatsächlich den Menschen vor Ort, die unsere Bekleidung machen besonders auch den Näherinnen in Indien-Bangladesh eine Stimme geben.
00:04:42: Sie sichtbar machen auch in unserer Diskussion Und hier in der brauchbar, finde ich es ganz spannend.
00:04:48: In der Kreislaufwirtschaft reden wir immer sehr technisch über Recycling und ähnliche Dinge.
00:04:53: Aber was ist mit den Menschen?
00:04:55: Es müssen Menschen auch recyceln!
00:04:57: Menschen müssen unsere Textilien einsammeln, denken an den Container
00:05:00: etc.,
00:05:01: wer entleert den?
00:05:02: das sind Menschen... ...und Fan-Net setzt sich eben am Anfang der Kette für diese Menschen ein und das auf eine sehr beeindruckende Art und Weise
00:05:11: Mit Partnerorganisationen, wie du das schon gesagt hast in Bangladesch, in Indien und in Kambodscha auch.
00:05:16: Welche Herausforderungen schildern euch da die Menschen vor Ort aktuell am häufigsten?
00:05:23: In der Textilproduktion arbeiten weltweit ja rund seventy-fünf Millionen Menschen und überwiegend Frauen.
00:05:31: Die meisten sind in Textilfabriken beschäftigt und arbeiten dort unter sehr prekären Bedingungen, die alles andere als fair sind.
00:05:40: Viele verdienen so wenig, dass sie ihr Leben kaum bewältigen können.
00:05:46: Um über die Runden zu kommen müssen Sie extra Überstunden machen, die nicht selten bis an die Grenzen ihrer Belastung reichen.
00:05:53: Und gerade Frauen müssen eben diese Hauptlast des Systems tragen.
00:05:57: Also sie arbeiten häufiger in schlechter bezahlten, niedrig qualifizierten Tätigkeiten und sind überdurchschnittlich oft von Diskriminierung betroffen.
00:06:06: sogar körperliche verbale Gewalt herrscht in textil Fabriken.
00:06:11: Dazu kommt das wenn solche Missstände auftreten Sie kaum Möglichkeiten haben ihre Rechte einzufordern Denn gewerkschaftliche Organisierung kollektive Vertretungen wird in zahlreichen Fabrikten wirklich behindert und offen unterdrückt.
00:06:23: Ja, die Bedingungen in der Textilindustrie sind weiterhin sehr prekär ungleiche Machtverhältnisse globaler Süden und globaler Norden.
00:06:31: Genau also ein System was es zu verbessern gilt.
00:06:35: Du hast Löhne angesprochen, Arbeitszeiten.
00:06:38: wie sieht's mit Arbeitsschutz aus?
00:06:40: eben so diffizitär wie die Dinge, die ich gerade schon benannt hatte.
00:06:43: Arbeitsschutz gibt es sehr wenig.
00:06:45: vor allem Gesundheitsschutz ist ein ganz großes Thema.
00:06:48: Textilarbeiterinnen kommen häufig mit gefährlichen Chemikalien in Berührung haben da vielleicht nicht die richtigen Schutzmaßnahmen, die sie ergreifen können um sie zum Beispiel Hände zu schützen oder ihre ihren Körper zu schützen.
00:07:02: genau die Textil verbrücken uns allen ist vielleicht Rana Plaza noch einen Begriff haben meist mangelnde Sicherheitsstätten.
00:07:09: Es hat sich ein bisschen was verbessert.
00:07:11: Nach dem Einsturz, dennoch muss man sagen da gibt es einiges zu
00:07:15: verbessern.".
00:07:17: Du hast Rana Plaser gerade erwähnt.
00:07:19: das ist ja schon ein bisschen her und richtig neu sind diese prekären Produktionsbedingungen auch nicht.
00:07:25: also wir wissen lange von.
00:07:27: Hat sich in all den Jahren aus deiner Sicht das nicht verbessert?
00:07:31: Und welche Rolle spielt vielleicht auch das Lieferkettengesetz, was gerade diskutiert
00:07:35: wird?".
00:07:36: Wenn wir auch politische Entwicklungen schauen, dann hat sich in den letzten Jahren tatsächlich so ein bisschen was bewegt.
00:07:43: Es finden mehr Audits und Kontrollen statt.
00:07:45: Ja, aber grundlegend ist das System das gleiche geblieben.
00:07:49: also viele der Probleme wie zum Beispiel Lohndumping überstunden mangelnde Gewerkschaftsfreiheit bestehen weiterhin du hast es gerade angesprochen als Lieferkettengesetz tolle Initiative nur leider so weit abgeschwächt in der letzten Zeit dass wir das Lieferkettengesetz inzwischen als Tiger ohne Zähne bezeichnen müssen.
00:08:06: Also sowohl auf EU-Ebene als auch auf nationaler Ebene gibt es kaum mehr Möglichkeiten wirklich durchzugreifen und den Unternehmen da irgendwie Einheit zu gebieten.
00:08:17: Unternehmen werden nicht mehr haftbar gemacht, beispielsweise wenn Menschenrechtsverletzungen begangen werden.
00:08:22: Da sehen wir große Missstände, große Lücken.
00:08:25: gleichzeitig haben wir keine belastbaren Sanktionen die wir anwenden können.
00:08:29: also wenn Unternehmen beispielsweise ihre Risiken analysieren und sehen oh das ist irgendwie was nicht richtig gelaufen.
00:08:36: dann passiert letztlich nichts Weil wir keine Sanktionsmechanismen haben, die wirklich greifen und ohne effektive Durchsetzungen droht das Ganze zu scheitern.
00:08:46: Also sprich wenn soziale Mindeststandards nur auf dem Papier bestehen dann ergibt sich auch keine Verbesserung für die Textielarbeiter in globalen Lieferketten.
00:08:55: Was tut ihr konkret?
00:08:56: Ich höre erstmal raus Ihr recherchiert, ihr sprecht viel, ihr beobachtet, ihr protokolliert und sprecht jetzt auch eine Öffentlichkeit darüber.
00:09:05: dann fordern wir ganz konkret, von der Politik ins Handeln zu kommen.
00:09:10: Wir plädieren für Mut statt Mindeststandards also wirklich sich auf den Weg zu machen.
00:09:17: Ich würde sagen etablierten Initiativen zusammen.
00:09:19: Wir machen mit der Kampagne für saubere Kleidung beispielsweise darauf aufmerksam was passieren müsste im Lieferkettengesetz auf politischer Ebene.
00:09:28: Wir tun uns zusammen mit der Initiative Lieferkettengesetz und versuchen da wirklich Druck auszuüben.
00:09:33: denn letztlich ist es was die Politik braucht, Druck damit sich endlich etwas bewegt.
00:09:38: Hat sich denn schon ein bisschen was bewegt?
00:09:40: Hat sich im Bewusstsein etwas verändert oder ist es zu früh das zu bewerten?
00:09:44: Also ich würde sagen, bei den Konsumentinnen und Endkonsumenten bei uns plötzlich hat sich schon was bewegt.
00:09:49: Ich habe das geführt, dass das Thema Nachhaltigkeit viel mehr diskutiert wird und auch das Bewusstsein für Überproduktion, für Greenwashing, vielleicht auch soziale Missstände, die irgendwo anders vorherrschen, schon zugenommen haben.
00:10:05: Man muss sagen, die politische Linie derzeit hilft uns nicht wirklich um unsere Anliegen an Mann-Frau alle dazwischen außerhalb zu bringen.
00:10:13: Ich würde sagen, bei Endkonsumenten hat sich viel bewegt und es auch viel Engagement und Motivation da weiter in Richtung Fairness zu gehen.
00:10:20: In der Politik würde ich sagen lässt das noch so ein bisschen vermissen.
00:10:24: Was hast du?
00:10:24: Wie schätzt du das ein,
00:10:25: Thomas?
00:10:26: Ja, ich würde das schon teilen gerade was das Lieferkettengesetz angeht dass wir so eine Art Rollback gerade haben.
00:10:33: diese Nachhaltigkeit oder Nachhaltigkeitsstandards werden gerade geframed als Wettbewerbsnachteile.
00:10:41: Das ist eine Entwicklung, die uns zurückwirft.
00:10:43: Ich glaube dass solche Dinge Nachhaltigkeit und auch diese Standards und letztlich auch die Verantwortung – die ethische Verantwortung, die man als Firma hat zukünftig aber auch ein Wettbewerbs- Vorteil sein sollten und wir als Verbraucherinnen haben, finde ich auch einfach den Anspruch.
00:11:03: Sollten wir ihn haben?
00:11:04: Ja klar!
00:11:04: Genau das ist die Produkte, die wir konsumieren, auch fair- und ökologisch sinnvoll hergestellt sind.
00:11:11: Und dann kommt dieser Trend auf der anderen Seite – Der Motor vielleicht auch dieser schwierigen Entwicklung fast fashion.
00:11:17: Welche Auswirkungen entstehen da durch diese Masse, auch durch die Geschwindigkeit in der Europa konsumiert?
00:11:23: So viel scheint ja bei den einzelnen Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht anzukommen.
00:11:26: Naja
00:11:26: wir bekommen ja sozusagen die Quittung unseres Konsums am Ende der Kette ab – Jill und Femnet Wir kümmern sich ja um den Anfang, wir um das Ende der Kette.
00:11:36: In einer
00:11:37: Altkleidersammlung?
00:11:37: Genau und die Quittung wird immer länger.
00:11:41: Die Lkw-Schnange von Flensburg ... Wir sind jetzt in Salzburg, sie wird immer länger.
00:11:46: Und wenn man
00:11:47: die aussortierten Kleidungsstücke in Form von Lkv-Ladungen aneinander hängt...
00:11:51: Ja
00:11:52: genau!
00:11:52: Wie hat man also halt mal eine Kette durchgängig vom Flensbruck bis?
00:11:55: Salzburg.
00:11:57: Ich glaube es ist schon ein Salzburg vorbei.
00:11:59: Es ist wirklich eine Kleider Flut, gerade was Fast Fashion oder jetzt Ultra-Fast Fashion angeht.
00:12:05: Pro
00:12:05: Jahr!
00:12:06: Und so wie ich das höre ist grade auch ultra fast fashion.
00:12:09: Ich habe jetzt mal gelesen... Das ist die Erfindung oder die Wiederentdeckung der Sweatshops via Social Media und was Sweatshops sind kann ja vielleicht Jill auch nochmal genau
00:12:21: erklären.
00:12:22: Ja bitte!
00:12:23: Also ich würde einfach von moderner Sklaverei sprechen, ehrlich gesagt.
00:12:26: Also Fast Fashion du hast es gerade auf quasi die Nutzungs- und Nachnutzungsphase gemünzt.
00:12:33: Ich würde sagen in der Produktion hat das massive Auswirkungen auf die Menschen, die unsere Kleidung herstellen.
00:12:38: Die Bestellzyklen sind ja unglaublich kurz.
00:12:40: also sprich wir können heute was im Internet suchen Und haben es morgen quasi schon im Briefkasten.
00:12:46: Es sind ständig neue Kollektionen in den Fenstern, wenn wir durch die Städte gehen, durch die Fußgängerzonen und das produziert auch einen unglaublichen Druck in den Fabriken.
00:12:57: also sprich die TextilarbeiterInnen müssen noch mehr über Stunden machen um das Pensum zu schaffen.
00:13:01: Schichtarbeit bespät in der Nacht kaum Pausen.
00:13:04: Der große und der harte Preisdruck, der da herrscht, der wirkt sich natürlich auf die Lieferanten aus.
00:13:09: Und wenn ein T-Shirt nur noch irgendwie drei Euro bei Schäien im Shop kosten soll, dann wird natürlich irgendwo gespart und nicht irgendwo sondern eben bei den Menschen die das Ganze herstellen.
00:13:19: Also bei den Löhnen, bei den Sicherheitsstandards Und das führt dann dazu, dass die Arbeiterinnen noch weniger verdienen, die in den Fabriken arbeiten.
00:13:27: Der Schutz noch weiter runtergefahren wird oder halt eben auch ignoriert wird.
00:13:33: Ja, sprechen wir mal über die Überschrift über allem aktuell in eurer Branche.
00:13:36: diese EU-Textilstrategie.
00:13:39: Wird oft als Umweltpolitik wahrgenommen?
00:13:41: Welche sozialen Chancengel siehst du darin?
00:13:44: Beginnen wir mal positiv!
00:13:45: Also ich glaube, dass die EU-Textilstrategie durchaus soziale Potenziale bietet.
00:13:51: Menschrechtliche Potenzialen bietet aber auch immer noch deutliche Lücken aufweist.
00:13:55: Vielleicht erst mal positiv gesprochen.
00:13:57: und was es gerade gesagt geben wir auf so ein paar Beispiele ein.
00:14:01: Die erweiterte Herstellerverantwortung, da ist es ja wirklich so das Produzent in den künftig für Sammlungsortierung und Recycling zahlen müssen.
00:14:07: Das heißt die Kosten landen per se jetzt nicht selbstverständlich im globalen Süden wie es derzeit der Fall ist.
00:14:13: Das bietet natürlich die chancfäre Strukturen zu etablieren.
00:14:16: ich spreche mal im Konjunktiv.
00:14:18: wir haben die Ökodesign Verordnung also Textilien sollen langlebiger reparierbarer weniger toxisch sein.
00:14:25: Das reduziert natürlich den Produktionsdruck in den Fabriken und die Belastung für die Arbeiterinnen, die eben mit diesen Textilien in Kontakt kommen.
00:14:33: Die haben nicht mehr so viele gefährliche Chemikalien auf der Haut vielleicht.
00:14:37: Der digitale Produktpass ist möglicherweise ein Gamechanger für Transparenz.
00:14:42: also gerade werden ja leider nur ökologische Daten erfasst beziehungsweise zum Großteil.
00:14:48: aber man muss natürlich sagen wir haben eine Infrastruktur, in die wir perspektivisch auch soziale Informationen einfügen könnten.
00:14:54: Also ich würde sagen, da liegen die Potenziale.
00:14:57: Gefährlich wird es dahingehend, dass ausbeuterische Arbeitsstrukturen zusätzlich verstärkt werden können.
00:15:04: Weil nur weil wir jetzt sagen okay, wir machen uns auf den Weg, zirkuläre Strukturen zu etablieren und vielleicht Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen sind ja die Probleme nicht weg, die wir derzeit in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowieso haben.
00:15:17: also quasi die schlechten Löhne, die schlechte Arbeitsbedingungen, genau Sicherheitsstandards erhöhen sich dadurch ja nicht.
00:15:25: im Gegenteil sich ja quasi neue Sektoren, also neue Felder zum Arbeiten und da ist halt noch gar nicht reguliert.
00:15:33: Das ist irgendwie wir beginnen von vorne und das birgt natürlich total viele Risiken für die Arbeiterinnen, die dort ihren Platz finden Und das darf man halt wirklich nicht vergessen.
00:15:45: Kreislaufwirtschaft kann auch bedeuten, wenn sie nicht sozial gerecht gedacht ist dass Arbeitsplätze wegfallen.
00:15:51: also hier im globalen Norden können beispielsweise technologische Lösungen für automatisierte Recyclingprozesse gefunden werden.
00:16:00: Das ist schön und gut, irgendwo anders fallen dadurch Arbeitsplätze weg.
00:16:03: Und das schlimme gefährliche schwer verwertbare Bestandteile der Abfallströme verbleiben halt im globalen Süden und belasten dort die lokalen Märkte und eben die
00:16:12: ArbeiterInnen.".
00:16:13: Thomas Füllein mal erklärt, vielleicht hast du zwei Sätze zu diesem EPR.
00:16:18: Extended Producer Responsibility?
00:16:21: Ist das Fachwort scheint ein wichtiger Punkt zu sein!
00:16:24: Ja, ist ein umweltpolitisches Instrument.
00:16:27: Die Hersteller sollen zukünftig wie Jill sagte für die Sammlung, die Sortierung und auch das Recycling von Alltextieren, von aussortierter Bekleidungen und Schuhen bezahlen.
00:16:38: Jill hat aber auch völlig zu recht gesagt der Rest ist erst mal offen.
00:16:40: also was bedeutet das?
00:16:42: Was sind die Anforderungen an die Sammlung?
00:16:44: Aber auch an die Sortierungen welche Sachen werden recycelt?
00:16:48: Welche Sachen sollen denn gesammelt werden?
00:16:51: Und Jill hat zurecht die Fragen auch nach Gerechtigkeit gestellt und auch die Frage nach den sozialen Aspekten, denn auch in dieser Kette beim Sammeln, beim Sortieren, im Recycling auf dem globalen Second Hand Markt arbeiten Menschen.
00:17:07: Also es betrifft immer auch Menschen Und leider kommt diese soziale Dimension aktuell aus meiner Sicht etwas zu kurz.
00:17:15: Wie bei Verwertungen fordern klar auch sozialer Anforderung, dass die implementiert werden in das EPR ist aber tatsächlich nicht im Fokus.
00:17:26: es ist eher eine Abfallwirtschaftliche oder technische Diskussion.
00:17:31: Ja und da bist du ja auch chill unter den NGOs nicht allein die sagen Einiges ist noch nicht reguliert und was reguliert sein soll wird kaum, ich frag dich kontrolliert, kaum sanktioniert wenn es nicht läuft?
00:17:44: Ja so ist das letztlich.
00:17:45: Also wir haben es zu tun mit fehlenden Sanktionsmechanismen denn ich war da ja gerade schon ein bisschen drauf eingegangen.
00:17:52: also das was besteht ist nicht transparent genug.
00:17:55: Das heißt, wir können hier nicht gewährleisten, dass Menschenrechte eingehalten werden.
00:18:01: Dass Arbeitsstandards eingehalten wird und da sind wir zum Beispiel auch sehr aktiv mit der Kampagne für saubere Kleidung und engagieren uns dafür das Meer Transparenz in Lieferketten einzugehält, dass klare Informationen bereitgestellt werden zu Löhnen zur Gewerkschaftsfreiheit, Arbeitsrechten genau und den spezifischen Risiken entlang der Lieferkette inklusive ganz wichtig Geschlechtergerechtigkeit.
00:18:25: Jetzt wird ja oft auch behauptet, dass solche Standards mal abgesehen von der ethischen Sache Textilien total verteuern würden.
00:18:34: Ökofäre Bekleidung sei ja teuer und hätte somit einen sozialen Aspekt auch hier in Europa.
00:18:41: weil es Bekleidung ansonsten verteuern würde.
00:18:44: Habt ihr da Zahlen oder könntest du das einschätzen?
00:18:48: Was würdest denn für die Konsumentinnen in Europa bedeuten, wenn ein Textil ökofär in Bangladesh hergestellt wird also wenn die Menschen dort die Näherinnen genug verdienen um ja davon gut leben zu können ihre Kinder zur Schule schicken zu können immer genug zu essen zu haben ein ordentliches Dach über dem Kopf zu haben.
00:19:10: Könnt ihr das einschätzen?
00:19:11: Habt ihr da Zahlen vielleicht?
00:19:13: Also vielleicht kann man zu Anfang sagen, dass die Näher erinnern.
00:19:16: Dass die Textilarbeiter in den Fabriken ja wirklich nur einen winzigen Bruchteil bekommen von dem was quasi ein Textil kostet.
00:19:23: Das heißt der große Teil dieser Wertschöpfung geht ja wirklich an die Herstellerinnen.
00:19:28: also es ist ja nicht so das wir sagen wir müssen das jetzt so billig produzieren weil es ist nicht anders möglich sonst wäre es für uns ganz teuer.
00:19:35: Das Ding ist sich die Unternehmen hier einfach Gewinne einfahren und da muss man einfach Fairness walten lassen.
00:19:41: Man muss Transparent machen.
00:19:42: Welche Schritte sind denn alles durchlaufen worden?
00:19:45: Und wenn man anschaut, wie viele Hände ein Textil geht.
00:19:50: Es ist ungeheuer, wie wenig die Menschen in diesen Lieferketten bekommen und wie viel Marge bei den Textilunternehmen verbleibt.
00:19:56: Ich glaube da liegt das große Problem.
00:19:58: Weil nachhaltige Textilen müssten nicht teurer sein.
00:20:02: Letztlich müssen Unternehmen einfach Verantwortung übernehmen für ihre Lieferketten, für ihre Risiken und ich glaube dann würde das Ganze auch nicht wirklich spürbar sein für Endkonsumentinnen.
00:20:14: Das Ganze darf nicht immer auf die letzte Ebene verlagert werden also nicht immer.
00:20:18: wir müssen die Kosten dafür tragen sollen.
00:20:19: die Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen.
00:20:22: Ich glaube in der Diskussion sagt man dann wenn Playing-Field haben, also wirklich Leitplanken für alle Unternehmen.
00:20:30: Dann haben wir auch keine Wettbewerbsnachteile für diejenigen, die heute schon Ökofair produzieren.
00:20:37: Die gibt es ja auch, die Frontrunner.
00:20:39: und wenn wir solche Leitplanken haben würdest du dann sagen?
00:20:43: Dann haben sie auch für die Konsumentinnen eigentlich keine Nachteile weil die Margen... im Moment noch sehr hoch sind.
00:20:50: Und dann wir kurz zu ergänzen, das hatten wir bei den Bio-Lebensmitteln genauso die zum Teil jetzt günstigere Preise haben also diese Hersteller günstiger anbieten können als die Konservativen.
00:20:59: Also ich glaube, das braucht die Anstrengung aller.
00:21:02: Es braucht immer natürlich Vorreiterunternehmen also es braucht immer irgendwie Good Practices und Leute, die vorangehen und dann müssen die anderen nachziehen.
00:21:09: Also es geht nicht dass ein paar irgendwie einen guten Willen zeigen und wirklich mit gutem Gewissen vorausgehen sondern es braucht eben eine ganzheitliche Veränderungen der Textil- und Bekleidungsindustrie.
00:21:21: Es brauche wirklich einen sozial gerechten Wandel wo alle Unternehmen mitziehen keinen Wettbewerbsnachteil.
00:21:30: Im Gegenteil, es ist ja wirklich belegt, also wissenschaftlich belegt auch das Unternehmen Vorteile durch nachhaltige Lieferketten erfahren weil die sind viel sicherer ne?
00:21:40: Also wir haben gerade mit vielen Krisen zu tun und mit vielen Elieferengpässen.
00:21:45: und lässt sich stellen sich Unternehmen dann auch wirklich zukunftsfähig auf?
00:21:50: Wir kommen gleich zu dem, was wir alle tun können.
00:21:51: Da scharre ich mit den Rufen wie wir jungen Leute sagen!
00:21:55: Ich würde gerne mal ganz kurz über das sprechen – ganz konkret?
00:21:57: Was ihr tut?
00:21:58: Femnet?
00:21:58: Konkret in
00:21:59: Deutschland?!
00:22:00: Was sind so typische Projekte?
00:22:02: vielleicht gerade im Bereich Bildung politischer Kampagne?
00:22:05: Also wir haben einen ganz großen Bildungsbereich und da gehen wir wirklich ganz aktiv an Hochschulen, an Schulen aber auch und geben da Workshops.
00:22:14: Workshops zu beispielsweise Missständen in der Textil- und Bekleidungsindustrie, aber auch zum Thema Just Transition.
00:22:20: Das ist ja jetzt gerade als Ajust Transition... Was ist das?
00:22:24: Es bezeichnet einfach einen fairen Wandel, der alle mitnimmt und Risiken und Chancen gleich verteilt.
00:22:30: Damit gehen wir in Schulen, Hochschulen und erzählen so ein bisschen weil viele Menschen wissen zwar was Fast Fashion problematisch macht, was es bedeutet Aber ich glaube, erst wenn Fast-Fashion an die Lebensrealitäten von uns allen anknüpft und wenn wir diese Verknüpfung auch sehen dann erschließt sich die Tragweite unseres Konsumverhaltens oder unserer Konsumentscheidungen.
00:22:51: Und wir können was verändern!
00:22:53: Um noch mal ein anderes Beispiel zu geben, wir arbeiten auch viel mit Kommunen zusammen.
00:22:57: Da treiben wir die nachhaltige Beschaffung auch voran.
00:23:01: also sprich wir versuchen sozialfaire und zirkuläre Beschaffungsprozesse zu etablieren.
00:23:07: weil das muss man ganz klar sagen und es wird auch häufig vergessen.
00:23:10: Kommunen haben eine unglaubliche Marktmacht.
00:23:13: Kommunen Hochschulen beschaffen öffentlich und bewegen jedes Jahr Milliardensummen.
00:23:19: Und diese Summen können natürlich auch nachhaltige Produkte investiert werden, damit den Markt nachhaltig verändern.
00:23:26: Wenn wir auf die Menschen schauen mit denen ihr sprecht – auch viele junge Leute dabei – sagen sich die Kinder ja, die jugendlichen Studierenden Ja, besser als eine Doppelstunde Mathe.
00:23:36: Oder bemerkt ihr wirklich ein großes und echtes Interesse?
00:23:39: Eine Offenheit für solche Themen wie gendergerechtigkeit in globalen Lieferketten ja dann doch eher strukturiges ist.
00:23:46: also Ich sehe ganz viel Motivation und ja wirklich Veränderungswille in der jungen Generation.
00:23:54: Es wird den jungen Menschen in Deutschland, die häufig unterstellt sind, irgendwie TikToks süchtig und würden die ganze Zeit rumdatteln am Handy – ich nehme es ganz anders wahr!
00:24:03: Ich habe das Gefühl, dass da ein ganz großes Bewusstsein da ist.
00:24:06: Wenn ich Workshops gebe bin ich immer wieder fasziniert wie man im Alter von dreizehn Jahren solche großen Themen schon mitdenkt im Alltag und ich sehe da ganz viel Potenzial.
00:24:16: Ich finde es aber auch schade, dass alles auf dem Rücken von jungen Menschen quasi abgeladen wird.
00:24:21: Dennoch da sind wirklich Menschen die was verändern wollen und die sich der Tragweite ihrer Entscheidung wirklich jetzt schon bewusst sind obwohl sie noch nicht so viele Jahre auf den Buckel haben.
00:24:29: Find ich wahnsinnig beeindruckend.
00:24:33: Aber dann merkt man auch das du die Menschen in Bonn triffst ne?
00:24:35: Ich hab Bonn Münster Heidelberg Da hast du nochmal eine andere Klientel.
00:24:38: Weil ich frage mal kurz Thomas hast du auch den Eindruck es tut sich was in der Gesellschaft auch schon bei jungen menschen?
00:24:42: also wir stellen auch fest in unseren Bildungsformat dass es ein hohes Interesse besteht, der jungen Menschen sich da zu informieren.
00:24:51: Sie sind sehr reflektiert.
00:24:53: Gerade auch Bekleidung und Schuhe holt sie natürlich ab.
00:24:56: Also jeder von uns trägt Bekleiden und gerade für junge Menschen ist Bekleiding Mode ja auch Ausdruck ihrer Persönlichkeit.
00:25:04: also sie beschäftigen sich damit.
00:25:06: Von daher ist das immer auch glaube ich eine gute Anker um Themen von Nachhaltigkeit oder Entwicklung zu besprechen.
00:25:15: Ja, da gibt es wirklich eine große Offenheit auch was Second Hand, was gebraucht Produkte allgemein angeht und ich habe wirklich das Gefühl, ich würde gar nicht dieses Generationen bashing möchte ich gar nicht einsteigen.
00:25:27: Ich merke auch so eine hohe Dynamik, sondern Änderungswille ist anders machen zu wollen.
00:25:32: Das ist vielleicht auch ein Kennzeichen einer Generation, aber ich spüre da wirklich Herr Dynamik und Wille.
00:25:38: Da empfehle ich unsere Folge mit Tamina Orender die sich ja in der Kommunikation Instagram etc.
00:25:45: genau diesen Themen widmet.
00:25:46: Jill noch mal für uns was kann ich tun?
00:25:49: Was kann jede einzelne realistisch tun?
00:25:54: Also ich würde sagen, Veränderung beginnt ja im Alltag.
00:25:58: Sprich wenn ich mir einfach mal anschaue wie konsumiere ich den Kleidung?
00:26:02: Was kaufe ich ein und wie viel kaufe vielleicht ein?
00:26:05: Brauche ich das denn alles?
00:26:06: Ich kann meine Konsumentscheidungen selber überdenken, kann auch die Finger davon lassen und mich nicht von Angeboten wie am Black Friday leiten lassen sondern reflektieren und einen Bewusstsein schaffen für den Wert von Textilien.
00:26:23: statt immer neu zu kaufen.
00:26:24: Ich kann vielleicht auch tauschen, ne?
00:26:26: Kleidertauschpartys sind gerade wahnsinnig im Kommen oder Wahnsinnig Hip schon einige Monate da würde ich sagen.
00:26:31: Sprich, ich habe ganz viele Instrumente die ich nutzen kann und ganz wichtig auch politisch Verantwortung zu übernehmen.
00:26:38: Also es braucht noch nicht mal das groß zu sein, dass ich jetzt irgendwie weiß ich nicht eine eigene Social Media Kampagne lausche und sage oh das müssen wir jetzt verändern.
00:26:47: Es reicht vielleicht schon eine Petition zu unterzeichnen oder mal auf einer Demo mitzulaufen weil das macht wirklich Druck auf die Regierung, auf die Unternehmen und es kann viel bewirken.
00:26:58: deswegen haben sie eigentlich in der Hand
00:27:00: Sag mal kurz nochmal eure Internetseite.
00:27:02: www.femnet.de.
00:27:04: So,
00:27:05: ich sehe gerade unsere Wirtin in der Brauchbar macht schon die Espressomaschine sauber.
00:27:08: jetzt haben wir noch eine kurze Frage zum Ende.
00:27:11: du kannst zum Abschluss liebe Jill ein natürlich fair produziertes T-Shirt bedrucken mit einer Botschaft was gibst Du um der Politik oder den Unternehmen?
00:27:21: Oder auch uns den Hörerinnen und Hörern mit als persönliche Botschaft auf deinem T-shirt?
00:27:26: Ich würde es tragen.
00:27:28: Also ich würde mich an die Politik richten und das stünde auf jeden Fall drauf.
00:27:32: weniger reden, mehr regulieren.
00:27:34: Weil im Textilsektor seit Jahren nichts passiert ist was hätte passieren können und Reden allein verändert eben nichts.
00:27:42: Sprich unzählige Runde Tische Nachhaltigkeitsversprechen alles schön und gut aber es braucht wirklich mal Regularien die zählen.
00:27:50: Thomas wird's anziehen das T-Shirt?
00:27:51: Aber sofort würde ich das T-Shirt anziehen, bei uns in der Kreislaufwirtschaft bitte nicht noch ein Modellprojekt.
00:27:59: Lasst uns wirklich jetzt den Zug auf die Schiene setzen.
00:28:03: mehr Regulierung wagen finde ich gut und würde es sofort anziehen.
00:28:06: ja
00:28:07: Dann brauchen wir einen T-shirt in der Größe M für Thomas.
00:28:10: Also den Schuh würde ich mir auf jeden Fall anziehen.
00:28:13: Das mit dem M war das Kompliment hast du gemerkt?
00:28:15: Ja
00:28:17: Es gibt ganz, ganz viele weitere Folgen hier in der Liste.
00:28:20: Secondhand war ein Thema Recycling.
00:28:22: Dominik van de Pol beispielsweise räumt ja mit großem Spaß unsere Kleiderschränke auf auch das sehr unterhaltsam und es gibt sehr, sehr viele Infos auch schriftlich auf der Seite altkleiderspenden.de.
00:28:35: Liebete Dankeschön für deine Zeit.
00:28:37: alles Gute mit Femnet.
00:28:39: Vielen Dank auch für euch.
00:28:40: Toll dass du dabei warst
00:28:41: Und wir hören uns sicher gleich schon in einer anderen Folge wieder!
00:28:45: Darauf freue ich mich.
00:28:46: Alles Liebe, Dankeschön Thomas.
00:28:47: Danke dir
00:28:51: Bis zum nächsten Mal In der brauchbar.
00:28:55: Der Podcast von fairwertung dem Dachverband der gemeinnützigen Altkleidersammler.
00:29:00: Alle Folgen Hintergründe und Zusammenhänge findet ihr auf altkleiderspenden.de.
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